Kletterschule: interaktiv klettern lernen

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Sicher Klettern lernen

...die interaktive Kletterschule


    6.   Klettern im Toprope

Klettern im Toprope:  für Anfänger idealDie wohl sicherste Art und Weise zu klettern ist im Toprope. Hierfür wird ein Seil am oberen Ende der Route in einer Umlenkung angebracht. Gesichert wird vom Boden aus. Der Kletterer profitiert bei diesem Kletterstil von einer Seilsicherung von oben, d..h ein Sturzrisiko minimiert sich so auf kleinste Pendler oder um die Strecke der Seildehnung.
Insofern ist Topropen ideal für Anfänger und weniger routinierte Kletterer, aber auch zum Kennenlernen (“Ausbouldern”) einer noch unbekannten schweren Route geeignet.
Klettern im Toprope bedeutet: Klettern ohne Streß.
Trotzdem gilt es hierbei auch einige Grundsätze und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten.

Themen:
6.1   Eignung einer Route für Toprope
6.
2   Umlenkung am Ende der Route
6.
3   Sicherheitsmaßnahmen beim Toprope

    6.1   Eignung einer Route für das Topropeklettern

Zum Einrichtung eines Toprope muß in der Regel eine Route zunächst im Vorstieg geklettert werden um am Ende der Route eine geeignete Umlenkung für das Toprope zu installieren. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Punkt der Umlenkung von oben zu errreichen, z.B. durch Abseilen vom Gipfel oder einem anderen höher gelegenen Punkt aus, wobei zu beachten ist, daß beim Begehen dieser Zonen im oftmals brüchigen Ausstiegsbereich keine Steine losgetreten werden.
Nicht jede Route eignet sich für ein Toprope. Wenn beispielsweise der Routenverlauf  diagonal nach oben verläuft besteht beim Topropeklettern das Risiko eines oftmals erheblichen Pendelsturzes. Auch allzu überhängende Routen sind meist nicht ideal, da beim Pendelsturz ein Anprall an nahe Felsen oder Bäume in Routennähe möglich sind.
In beiden Fällen kann das Ausmaß des Pendelsturzes durch die zusätzliche Anbringung von Expreßschlingen (Zwischensicherungen) reduziert werden. (Nachstiegssituation).

    6.2   Umlenkung

Besonderes Augenmerk bei der Auswahl der Umlenkung zu legen. Hierbei sind Aspekte wie Qualität des Umlenkhakens, Verwendung von Karabiner oder Expressen, Seilschonung zu brücksichtigen.
Der Umlenkhaken sollte stets ausreichend dimensioniert sein. Niemals sollte beispielsweise an nur einem Normalhaken, Klemmkeil, Friend, Sanduhr oder ähnlichem getoproped werden. Auch ein einfacher Bohrhaken bietet hierfür meist nicht genung genug Sicherheitsreserven. Ein dickerer Baum eignet sich dagegen schon eher zur Umlenkung.
In gut ausgestatteten Klettergärten findet man oftmals spezielle Umlenkhaken in die das Seil nur noch eingelegt werden muß. Auch Umlenkketten, als Verbindung zweier Bohrhaken am Ende einer Route ist eine optimale Umlenkung.
Zusätzlich zu diesen Formen der Umlenkung empfehle ich, das Seil locker durch eine weitere Expreßschlinge in einem Haken weiter unterhalb der Umlenkung durchlaufen zu lassen.
Besteht die Umlenkung aus einem entsprechend soliden Bühlerhaken oder Sicherungsring, so sollte das Seil in einem eigenen Schraubkarabiner erfolgen (zur Schonung der Ausstattung des Klettergartens). Hierfür sind ein bis zwei Schraubkarabiner so anzubringen, daß das Seil möglichst reibungsfrei durch die Umlenkung läuft. (Umlenkkarabiner senkrecht zum Fels). Wenn das Seil mit zwei Schraubkarabinern (Schnapper gegenläufig) umgelenkt wird, ist dies nicht nur sicherer, sondern auch seilschonender.
Befindet sich die Umlenkung oberhalb oder hinter einer Felskante ist die Umlenkung mit einer (mehreren) Schlauchbandschlinge so weit zu verlängern, daß das Seil nicht über dei scharfe Felskante verläuft.

    6.3   Sicherheitsmaßnahmen beim Toprope

Topropeklettern ist ein für Anfänger idealer Kletterstil, da hierbei kein Risiko eines Vrstiegssturzes besteht. Dennoch sind sind folgende Grundsätze zur Sicherheit beim Topropeklettern stets zu berücksichtigen:

Seillänge:
Viele Kletterrouten sind länger als 25m, manchmal sogar länger als 30m (oft weisen Kletterführer auf die Länge der Tour hin), insofern ist die Länge eines 50m-Seiles manchmal nicht ausreichend.
Tipp: Seilende immer durch Knoten am Seilsack / Seilende fixieren, damit beim Ablassen das Seilende nicht durchrutschenkann.

Pendelstürze vermeiden, indem ggf. Zwischensicherungen eingehängt werden.

Vorsicht beim Ablassen, damit es nicht zum Zusammenstoß mit anderen Kletterern in anderen Touren oder mit Personen im Einstiegsbereich kommt.