Kletterschule: interaktiv klettern lernen

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Sicher Klettern lernen

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    5.   Selbstsicherung -  Standplatz

Nicht jedem Felshaken sollte blind vertraut werdenIn diesem Kapitel möchte ich die Möglichkeiten sich selbst zu sichern und die Möglichkeiten einen Standplatz zu bauen nÀher beschreiben. Angefangen beim der Selbstsicherung im Einstiegsbereich der Kletterroute bis hin zum Klettern in ernsten alpinen Routen.
Beim Klettern in MehrseillĂ€ngen-Touren, wie etwa z.B. beim Alpinklettern, mĂŒssen wir uns nach dem Vorstieg am Ende der SeillĂ€nge angekommen, zunĂ€chst einmal selbst sichern. Einen solchen Ort am Ende der einen und am Beginn der nĂ€chsten SeillĂ€nge bezeichnet man als Standplatz. Im besten Falle mĂŒssen wir uns ĂŒber die Ort des richtigen Standplatzes keine Gedanken machen. In den allermeisten Touren, selbst im alpinen GelĂ€nde ist der Standplatz vorgegeben und bereits mit mehr oder weniger sicheren Fixpunkten versehen.
Je nach QualitĂ€t des Standplatzes können wir auf die Anbringung einer oder mehrerer zusĂ€tzlichen Fixpunkte verzichten, z.B. wenn der Standplatz mit einer soliden Kette an zwei Klebehaken oder einem dicken DAV-Sicherungsring ausgestattet ist. In allen anderen FĂ€llen mĂŒssen wir selbst dafĂŒr Sorge tragen, aus den vorgegebenen Fixpunkten (evtl. alte Haken) und selbstangebrachten Fixpunkten (z.B. Keile und Schlingen) einen sicheren Standplatz zu bauen, bevor wir uns selbst daran sichern und die Partnersicherung fĂŒr den Nachsteiger vorbreiten.
Hierzu bedienen wir uns verschiedener Konstruktionen wie dem KrÀftedreieck oder aber auch einer Reihenschaltung.
Wenn dann der Standplatz fertig gebaut ist, sichern wir uns daran zunĂ€chst selbst und bereiten dann die Partnersicherung fĂŒr den Nachsteiger vor.
Zu beachten gilt hierbei, daß der Standplatz ggf. auch zur Absicherung im Vorstieg geeignet ist und nicht nur einer Belastung nach unten Stand hĂ€lt.

Themen:
5.1   Selbstsicherung im Einstiegsbereich
5.
2   StandplĂ€tze mit soliden vorgegebenen Fixpunkten
5.
3   Standplatzbau mit KrĂ€ftedreieck
5.
4   Standplatzbau mit Reihenschaltung

5.   Selbstsicherung  -  Standplatz

 

In diesem Kapitel möchte ich die Möglichkeiten sich selbst zu sichern und die Möglichkeiten einen Standplatz zu bauen nÀher beschreiben. Angefangen beim der Selbstsicherung im Einstiegsbereich der Kletterroute bis hin zum Klettern in ernsten alpinen Routen.

Beim Klettern in MehrseillĂ€ngen-Touren, wie etwa z.B. beim Alpinklettern, mĂŒssen wir uns nach dem Vorstieg am Ende der SeillĂ€nge angekommen, zunĂ€chst einmal selbst sichern. Einen solchen Ort am Ende der einen und am Beginn der nĂ€chsten SeillĂ€nge bezeichnet man als Standplatz. Im besten Falle mĂŒssen wir uns ĂŒber die Ort des richtigen Standplatzes keine Gedanken machen. In den allermeisten Touren, selbst im alpinen GelĂ€nde ist der Standplatz vorgegeben und bereits mit mehr oder weniger sicheren Fixpunkten versehen.

Je nach QualitĂ€t des Standplatzes können wir auf die Anbringung einer oder mehrerer zusĂ€tzlichen Fixpunkte verzichten, z.B. wenn der Standplatz mit einer soliden Kette an zwei Klebehaken oder einem dicken DAV-Sicherungsring ausgestattet ist. In allen anderen FĂ€llen mĂŒssen wir selbst dafĂŒr Sorge tragen, aus den vorgegebenen Fixpunkten (evtl. alte Haken) und selbst angebrachten Fixpunkten (z.B. Keile und Schlingen) einen sicheren Standplatz zu bauen, bevor wir uns selbst daran sichern und die Partnersicherung fĂŒr den Nachsteiger vorbreiten.

Hierzu bedienen wir uns verschiedener Konstruktionen wie dem KrÀftedreieck oder aber auch einer Reihenschaltung.

Wenn dann der Standplatz fertig gebaut ist, sichern wir uns daran zunĂ€chst selbst und bereiten dann die Partnersicherung fĂŒr den Nachsteiger vor.

Zu beachten gilt hierbei, dass der Standplatz ggf. auch zur Absicherung im Vorstieg geeignet ist und nicht nur einer Belastung nach unten Stand hÀlt.

 

 

Themen:

5.1  Selbstsicherung im Einstiegsbereich

5.2  StandplĂ€tze mit soliden vorgegebenen Fixpunkten

5.3  Standplatzbau mit KrĂ€ftedreieck

5.4  Standplatzbau mit Reihenschaltung

 

 

5.1  Selbstsicherung im Einstiegsbereich

 

In bestimmten Situationen kann es notwendig sein sich als Sichernder bereits im Einstiegsbereich einer Kletterroute selbst zu sichern. Wenn beispielsweise der Bereich unterhalb der Route schon absturzgefĂ€hrlich ist oder auch einfach nur unbequem. In diesem Falle sollte man fĂŒr eine geeignete Selbstsicherung sorgen. Da im Einstiegbereich in den seltensten FĂ€llen Standhaken installiert sind, sorgt eine Rundschlinge, mit der man sich an einer Wurzel, einer Sanduhr oder einem Baum sichert fĂŒr den nötigen Halt.

Wenn der Sichernde leichter ist als der Kletterer, so ist ebenfalls eine Selbstsicherung erforderlich, die im Falle eines Sturzes dafĂŒr sorgt, dass der Sichernde nicht durch die Wucht des Sturzzuges noch oben geschleudert wird. Eine Rundschlinge, die idealerweise seitlich nach hinten versetzt, beispielsweise an einer Wurzel am Boden fixiert und ohne schlapp zu sein mit der Einbindeschlaufe des Sichernden verbunden ist, leistet hierfĂŒr gute Dienste.

Eine solche Hintersicherung ist fĂŒr jeden Sichernden empfehlenswert, wenn die Gefahr eines Anpralls an einem Felsvorsprung o.Ă€. besteht.

 

 

 

 

5.2  StandplĂ€tze mit soliden vorgegebenen Fixpunkten

 

Ist ein Vorsteiger am Ende einer Route / SeillĂ€nge angekommen und findet dort keinen geeigneten Umlenkhaken fĂŒr die Installation eines Toprope vor, bzw. hat dieser vor seinen Kletterpartner nachsteigen zulassen (MehrseillĂ€ngentour) so wird der Vorsteiger zunĂ€chst mal einen Standplatz einrichten.

Im einfachsten Falle ist am Ende einer SeillĂ€nge ein entsprechend groß dimensionierter, sicherer Standhaken. Dieser Standhaken kann ein einzementierter oder geklebter Sicherungsring, ein solider BĂŒhlerhaken oder eine Kette mit Sicherungsring, die zwei Haken verbindet sein. In so einem Fall kann man an einem solchen Haken schnell und unkompliziert einen Stand einrichten, sich daran selbst und schließlich den nachsteigenden Kletterpartner sichern.

Als Selbstsicherung kann eine Rundschlinge dienen, die mittels Ankerstich an der Einbindeschlaufe des Klettergurtes fixiert ist. Diese Rundschlinge wird dann mit einem Schraubkarabiner am Standhaken eingehÀngt. (Zuschrauben nicht vergessen). Alternativ kann man einen Schraubkarabiner in den Standhaken einhÀngen und sich mit dem eigenen Seil und einem Mastwurf daran selbstsichern. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass man zur Selbstsicherung keine zusÀtzliche Rundschlinge benötigt und man den Mastwurf beliebig verschieben und somit die eigene Entfernung zum Standhaken optimieren kann.

Der Nachsteiger wird ebenfalls an diesem Stanhaken nachgesichert, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass das Seil des Nachsteigers beim Einholen nicht am eigenen Seil der Selbstsicherung oder an einer Rundschlinge scheuert.

 

 

5.3  Standplatzbau mit KrĂ€ftedreieck

 

Manchmal findet man am Ende einer Route / SeillĂ€nge keinen 100 % - igen Standhaken vor, sondern nur vielleicht zwei einfache Bohrhaken Ă€lterer Art, denen man jeweils nicht vollstes Vertrauen schenkt. Wenn man davon ausgehen kann, dass beide Fixpunkte etwa gleichgut sind, so schafft man zwischen diesen eine Verbindung, an der dann der Zentralpunkt angebracht wird. Diese Verbindung zweier etwa gleich guter (schlechter) Fixpunkte nennt man KrĂ€ftedreieck. Eine weitere Voraussetzung fĂŒr die Installation eines KrĂ€ftedreiecks ist, dass sich die beiden Fixpunkte in etwa auf gleicher Höhe und nicht allzu weit voneinander entfernt befinden.

Zur Installation: Galerie

Dieses KrÀftedreieck lÀsst sich auch mit 3 oder 4 Punkten bauen, bzw. mit einer Reihenschaltung kombinieren.

 

 

5.4  Standplatzbau mit Reihenschaltung

 

Wenn wir an einem Standplatz Fixpunkte unterschiedlicher QualitÀt vorfinden (z.B. ein Bohrhaken und ein geschlagener Haken), oder sich die Fixpunkte zu weit seitlich oder horizontal voneinander entfernt befinden, so bauen wir statt des KrÀftedreiecks besser eine Reihenschaltung.

Bei einer Reihenschaltung wird die Hauptbelastung auf den Fixpunkt gebracht, von dem man annimmt, dass es der bessere Fixpunkt ist (z.B. der Bohrhaken) und der zweite Fixpunkt (z.B. der geschlagene Normalhaken) wird (zunĂ€chst unbelastet) direkt dahinter unmittelbar in Reihe geschaltet. WĂŒrde nun wider Erwarten der verlĂ€sslichere Bohrhaken bei Belastung nachgeben, so wĂŒrde, ohne dass es dabei zu einem grĂ¶ĂŸeren Ruck kĂ€me, der 2. Fixpunkt belastet werden.

WĂŒrden zwei unterschiedlich verlĂ€ssliche Fixpunkte oder 2, die horizontal oder vertikal zu weit voneinander entfernt sind, belastet werden und ein Fixpunkt wĂŒrde dabei ausbrechen, so kĂ€me ein so großer Ruck zustande, dass es dem Sichernden unter UmstĂ€nden nicht unmöglich wird den Sturzzug des StĂŒrzenden abzufangen.